Gedanken der SPD-Fraktion zum Schulentwicklungsplan für Überlingen


Veröffentlicht am 02.06.2022 in Gemeinderatsfraktion SPD Überlingen.


Der nächste Schulentwicklungsplan stellt die Weichen für die nächsten 10 – 15 Jahre. Angesichts der gleichzeitig anstehenden baulichen Notwendigkeiten am Gymnasium, an der Realschule und an der Wiestorschule wollen wir deshalb nach zukunftsweisenden Lösungen suchen.

Aus unserer Sicht wird es langfristig eine große Stärkung und Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschule als pädagogisch differenzierteste Schulform geben, darauf muss heute bereits in den Planungen Rücksicht genommen werden. Der derzeit weniger große Zulauf an der Wiestorschule als Gemeinschaftsschule beruht sicherlich zu einem Großteil am alten Bild der Grund- und Hauptschule, aber auch an der unzureichenden räumlichen Ausstattung, die nicht alle pädagogischen Konzepte der Gesamtschule umsetzen lässt.

Wir überlegen deshalb als Ziel:

Die Wiestorschule soll als Grundschule im jetzigen Gebäude erhalten bleiben, evtl. ergänzt um einen Hort, eine Kindertagesstätte oder auch ein Jugendcafe. Damit bleibt auch die enge Kooperation mit der Franz-Sales-Wocheler-Schule erhalten.

Das Gymnasium soll 4-5 zügig werden/bleiben, der Neubau wird dies ermöglichen.

Die Realschule soll zusammen mit der Gemeinschaftsschule (jeweils 3–4 zügig – je nach Nachfrage durch die Eltern) in einem Gebäude aber als getrennte Einrichtungen untergebracht werden. Die Baumaßnahmen an der Realschule sollen dies berücksichtigen.

Wir sehen in dieser Lösung mehrere Vorteile:  

Alle Schulsysteme erhalten gleiche Chancen und das Angebot an Eltern und Schüler ist der Nachfrage bzw. der Einwohnerentwicklung angepasst. Die Realschule bleibt erhalten, die Gemeinschaftsschule bekommt die ihr zustehenden Entwicklungsmöglichkeiten, ihr hervorragendes pädagogisches Konzept umzusetzen. Es gibt in BWÜ und anderen Bundesländern zahlreiche positive Beispiele für solche Konzepte. Erhebliche Synergieeffekte sind ebenfalls durch gemeinsame Fachräume zu erwarten.

Natürlich ist uns der Wunsch der Wiestorschule, am jetzigen Standort zu bleiben bewusst. Es mag auch für viele Schüler attraktiver sein, gerade nicht auf eine sehr große Schule gehen zu müssen und sie sehen die extra Lage als Vorteil. Auch der aktive Förderverein der Wiestorschule mit allen Vernetzungen der letzten Jahrzehnte müsste sich neu finden. Es wäre eine Veränderung in vielen Bereichen. Doch im Abwägungsprozess hätte ein Schulcampus mit allen weiterführenden Schulen einen größeren Nutzeffekt.

Was folgt daraus?

Zunächst sind Gespräche zu diesen Gedanken mit dem Kollegium der Wiestorschule zu führen, ebenso mit dem Kollegium der Realschule. Der Schulentwicklungsplan sollte nicht vor der Sommerpause beschlossen werden, wir müssen uns für ein zukunftsweisendes Konzept auch die notwendige Zeit nehmen.

Udo Pursche für die SPD Fraktion Überlingen

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